worumgehtsbeimozartzuvielenoten?

Joseph II. nach seinem Tod

Joseph II. (post mortem)

Dass just der zu Tod aufgeklärte Joseph II. mozartzuvielenoten sprach, passt genau, denn die Touristen kommen gewiss nicht zum josephzuvieleschnörkel-Sagen in die Kapuzinergruft – liegen Majestät doch dort in einer recht einfallslosen Blechschachtel, während links und rechts reichlich ornamentiert Sissi und Maria Theresia die Besucherströme abschöpfen. Ebenso gewiss kann Joseph aber froh sein, nicht mehr Hofopernintendant Gustav Mahler kennengelernt zu haben, denn da war der selige Amadé wohl noch ein rechter Waisenknab gegen diesen böhmischen Extremisten der Töne und Gefühle…

mozartzuvielenoten nimmt alles in den Blick, was aus dem schnörkellos-aufgeklärten Mittelmaß ausschert, was zu schwer, zu schnell, zu komplex, zu banal, zu schön, zu extrem, zu gewagt, zu kindisch, zu laut, zu anstrengend, zu lang, zu hoch, zu blöd, zu gut: ja, mit der Prägung eines geschätzten Komponistenkollegen1 – was zu „zu“ ist.